Bundestrainer

Als Bundestrainer wird allgemein der Trainer einer deutschen Nationalmannschaft bezeichnet. Da Fußball der populärste Sport in Deutschland ist, steht der Begriff Bundestrainer mittlerweile auch als Synonym für den Fußballbundestrainer.

Ähnlich wie im Vereinsbereich gibt es bei der Nationalmannschaft einen ganzen Trainerstab, angefangen vom Fitnesstrainer über den Co-Trainer bis zum Bundestorwarttrainer.

Im Gegensatz zu seinen Vereinskollegen hat der Bundestrainer mit der Schwierigkeit zu kämpfen, dass er seine Spieler nur selten sieht und noch seltener mit ihnen trainieren kann.

Viele in der Nationalmannschaft aktive Profis spielen im Ausland. Deshalb beruft der Bundestrainer vor wichtigen Turnieren den Nationalmannschaftskader zu Trainingslagern ein.

Nur so ist es möglich, taktische Maßnahmen und eine Entwicklung der Spielkultur vorzunehmen. Welche Qualifikation benötigt ein Bundestrainer? Eigentlich sollte der Bundestrainer ein Fußballtrainer mit der auch für die Bundesliga erforderlichen Lizenz, dem Trainerschein sein.

Das Bild des Bundestrainers hat sich jedoch im Laufe der Jahre deutlich gewandelt. Während die Helden von Bern in der Nachkriegszeit noch auf den Chef, den Bundestrainer Sepp Herberger, hörten, sind heute die Bundestrainer eher selbst zu Stars und Kultfiguren geworden.

Bundestrainer Sepp Herberger war eine Autoritätsperson, dem sich die Spieler bedingungslos unterordneten. Sein Nachfolger Helmut Schön setzte das Werk Herbergers fort.

Mit der Entwicklung des Profifußballs und dem wachsenden Medieninteresse stand und steht der Bundestrainer immer mehr im Blickfeld des öffentlichen Interesses. Franz Beckenbauer, Rudi Völler oder Jürgen Klinsmann prägten ein ganz neues Bild des Bundestrainers.

Die ehemaligen Profispieler hatten nie eine Trainerschule besucht, sondern führten die Mannschaft als Teamchef. Dabei konnten sie auf ihre Erfahrung und ihren Status als erfolgreiche Fußballstars zurückgreifen.