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Das etwas andere VergehenDer 1. FC Köln muss 10 000 Euro Strafe zahlen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball Bundes (DFB) bestrafte den Verein damit für die Vergehen seiner Fans im Spiel beim FC Schalke 04. (Die Kölner verloren 1:5.) Während andere Vereine wie der FC Hansa Rostock, Dynamo Dresden oder Eintracht Frankfurt für die Pyrozündeleien ihrer Anhänger tief in die Tasche greifen müssen, zahlt der FC Strafe für ein viel unglaublicheres Vergehen. Am 13. August hatten sogenannte Fans in der zweiten Halbzeit mehrere Becher in darunter liegende Zuschauerbereiche geworfen, die mit Kot und Urin gefüllt waren. Sowohl Kölner als auch Schalker Anhänger wurden getroffen. Der FC hat der Strafe mittlerweile zugestimmt, das Urteil ist somit rechtskräftig. Weiterhin hat der Verein zivilrechtliche Schritte gegen 3 identifizierte Werfer eingeleitet, um die Strafe an diese weiterzugeben. Man sei nicht bereit solch ein Verhalten im eigenen Stadion zu dulden, heißt es von Vereinsseite. Offizielle von allen Seiten hatten diesen Vorfall - zu Recht - aufs Schärfste verurteilt. Zu diesen im deutschen Fußball bisher einmaligen Vorwürfen hatte sich FC-Präsident Overath – den die Kölner Fans vor einiger Zeit ironischer Weise aus dem Amt heben wollten – bestürzt geäußert: „Das sind keine Fußballfans, diese Menschen haben kein Interesse im Sport und haben deshalb auch in den Stadien nichts zu suchen.“ Sicherlich ist festzustellen, dass das eine Einzelaktion weniger Chaoten war. Trotzdem hat es gereicht, um – mal wieder – eine bundesweite Diskussion über Alkoholverbot im Stadion loszutreten, unterstützt von Initiativen, die für mehr Fairness und weniger Rassismus auf den Rängen und in den Fangesängen wirbt. Als ob es auf offizieller Ebene nicht genug Probleme für das Gründungsmitglied der 1. Bundesliga gibt, läuft es auch in der Liga noch nicht rund. Das neue Spielsystem von Neu-Trainer Stale Solbakken muss erst noch besser verinnerlicht werden, sein Verhältnis zu Vereinsliebling Lukas Podolski könnte der öffentlichen Wahrnehmung nach auch besser sein und nun kam auch der tunesische Neuzugang Ammar Jemal verletzt vom Länderspiel zurück. Glücklicherweise scheint er nicht für längere Zeit auszufallen, beim torlosen Remis gegen Malawi zog der Verteidiger sich einen Nasenbeinbruch zu. In den kommenden Wochen wird er mit Spezialmaske trainieren und spielen müssen. Michael Rensing hingegen ist wieder fit und kann helfen das Team zurück zu glorreichen Tagen und vielleicht sogar an die Spitze der Tabelle oder ins Pokalfinale zu führen. |
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