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Mainz in Europa angekommenMainz 05 darf sich nach dem 3:1-Sieg bei Schalke 04 über den Einzug in die Europa Liga freuen. Die Gegner stürzten hingegen vor dem letzten Spieltag auf Platz 14 ab und zeigten sich zwei Wochen vor dem DFB-Pokalfinale gegen den MSV Duisburg nicht in Bestform. Beim selbsternannten Karnevalsverein Mainz 05 war am Samstag nach der letzten Auswärtspartie der Saison in Gelsenkirchen Jubelstimmung angesagt. Ausgelassen tanzten und sangen Spieler, Fans und Offizielle nach dem Sieg gemeinsam und feierten den Einzug in die Europa Liga, den größten Vereinserfolg in der Geschichte der Rheinhessen. Einer freute sich dabei ganz besonders: Lewis Holtby, der selbst ein Tor geschossen und die anderen beiden vorbereitet hatte. Dass es ausgerechnet gegen den Verein war, für den er in der kommenden Saison wieder auf dem Platz stehen wird, schien Schalke-Leihgabe Holtbys Freude nicht trüben zu können. „Ich könnte lachen, ich könnte weinen, ich könnte sonst was tun“, jubelte der 20-Jährige. „Die Emotionen kommen krass hoch. Ich weiß gar nicht, wohin damit.“ Obwohl er mit Thomas Tuchels „Bruchweg-Boys“ eine Wahnsinns-Saison erlebt hat, freut sich der Blondschopf auf die Rückkehr zu Schalke, „diesem grandiosen Verein“. Den Abschied sieht er dennoch „mit einem weinenden Auge“, denn von dem, was er mit dem Überraschungsteam der laufenden Bundesliga-Saison erreicht hat, wird er in der nächsten Saison nichts haben, der FC Schalke 04 ist vom Auftritt auf dem internationalen Parkett weit entfernt. Zwei Wochen vor dem mit Spannung erwarteten Pokalfinale in Berlin gegen den MSV Duisburg hat das Team von Ralf Rangnick einen neuen Tiefpunkt erreicht. Die Freude über den Champions-League-Triumph über Inter Mailand ist nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge in Vergessenheit geraten, in der Bundesliga dümpelt man auf Platz 14 kaum über den Abstiegsrängen. Für Selbstmitleid ist bei den Gelsenkirchenern aber kein Platz: „Es ist eine Frechheit gewesen, was wir heute gezeigt haben", nahm Noch-Schalker Manuel Neuer kein Blatt vor den Mund und wunderte sich nicht über die Pfiffe der Fans. Der Neustart unter Ralf Rangnick ist gründlich misslungen, und dieser scheint angesichts der katastrophalen Leistung auch mit seinem Latein am Ende. „Der Pokalsieg ist das absolute Ziel. Er darf nicht gefährdet werden", wiederholte der Fußball-Lehrer immer wieder. Eine Niederlage gegen den Zweitligisten wäre für Schalke eine Blamage, außerdem ist der Sieg im DFB-Pokal angesichts der katastrophalen Tabellenplatzierung der einzige Weg für Schalke, den Einzug in die Europa Liga noch zu erreichen. |
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