Vierter Schiedsrichter im Fußball

Der vierte Schiedsrichter wird auch vierter Mann genannt oder der vierte Offizielle. Er unterstützt den Fußballschiedsrichter sowie auch die Schiedsrichterassistenten. Bei allen Verwaltungsaufgaben unterstützt er den Schiedsrichter vor und während des Spieles nach den Anweisungen des Schiedsrichters.

Sonst kontrolliert er die Ausrüstung der Auswechselspieler und überwacht das Umfeld. Dazu zählt das Verhalten des Fußballtrainers, der Auswechselspieler und der Offiziellen wie zum Beispiel dem Platzordner.

Er zeigt mit einer digitalen Anzeigetafel die Rückennummer des aus- und einwechselnden Spielers. Zeigt die Anzeigetafel eine rote Zahl gilt diese dem Spieler, welcher ausgewechselt werden soll.

Neben dem „vierten Mann“ steht dann der Spieler, welcher eingewechselt werden soll. Seine Nummer erscheint dann sobald der andere Spieler das Spielfeld verlassen hat als grüne Zahl.

Gegebenenfalls zeigt der vierte Mann noch die Länge der Nachspielzeit kurz vor Ende einer Spielhälfte an. Der Schiedsrichter wird vom vierten Mann auch über das Verlassen der Coaching-Zone vom Trainer oder der Ersatzspieler informiert oder über ein eventuelles ungebührliches Verhalten in der Zone.

Keinen direkten Einfluss hat er auf den Spielablauf. Üblich ist der vierte Offizielle schon lange bei Länderspielen. Seit 2002/03 auch in der Fußball-Bundesliga. Einen zusätzlichen fünften Offiziellen gibt es im Frauenfußball seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

Am 20. März 2004 erlangte der vierte Offizielle während des Bundesligaspieles zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt größere Bekanntheit auf Grund eines Angriffes auf ihn. Dieser Angriff fand an der Seitenlinie statt.

Er wurde hervorgerufen durch den vorherigen Platzverweis des Spielers Henning Bürger. Der Trainer des Spielers verlor die Beherrschung. Er wurde Schiedsrichter gegenüber handgreiflich. Dieser wollte ihn daran hindern auf den Platz zu laufen.