Der Countdown läuft. Am 27. Februar 2026 wurden in Nyon die Paarungen für das Achtelfinale der UEFA Champions League 2025/26 ausgelost, und was dabei herauskam, lässt Fußballherzen höherschlagen.
Giganten gegen Giganten, alte Rivalitäten neu entfacht und mindestens eine Begegnung, die für sich allein schon ein Finale wäre. Bist du bereit für die heißeste Phase der Königsklasse?
Die Auslosung in Nyon: Ein Abend, der alles verändert
Am Freitagmittag, dem 27. Februar, öffnete das Haus des Europäischen Fußballs in der Schweiz seine Tore für die entscheidende Zeremonie. Laut UEFA stießen bei der Achtelfinal-Auslosung die acht Sieger aus den Play-offs der K.-o.-Phase zu den acht Teams, die sich direkt über die Ligaphase qualifiziert hatten.
Das Besondere an dieser Auslosung: Mit ihr wurde nicht nur das Achtelfinale festgelegt, sondern gleichzeitig auch der gesamte Turnierbaum für Viertelfinale und Halbfinale bestimmt. Das bedeutet, jeder weiß bereits jetzt, wen er im besten Fall auf dem Weg ins Finale von Budapest noch treffen könnte. Stell dir das vor, wie einen Fahrplan, der dich direkt zum Gipfel führt. Oder eben ins Aus.
Die gesetzten Klubs, also jene Top-8-Teams der Ligaphase, haben dabei einen entscheidenden Vorteil: Sie bestreiten das Rückspiel im eigenen Stadion. Das ist kein Zufall, sondern eine Belohnung für die starke Vorrunde.
Alle acht Achtelfinal-Paarungen im Überblick
Die offiziellen Paarungen der UEFA teilen sich auf zwei Turnierpfade auf:
Pfad 1:
- Paris Saint-Germain vs. FC Chelsea
- Galatasaray Istanbul vs. FC Liverpool
- Real Madrid vs. Manchester City
- Atalanta Bergamo vs. FC Bayern München
Pfad 2:
- Newcastle United vs. FC Barcelona
- Atlético Madrid vs. Tottenham Hotspur
- FK Bodø/Glimt vs. Sporting Lissabon
- Bayer 04 Leverkusen vs. FC Arsenal
Die Hinspiele finden am 10. und 11. März 2026 statt, die Rückspiele folgen eine Woche später am 17. und 18. März. Das Finale steigt dann am 30. Mai in der Puskás Aréna in Budapest.
Bayern gegen Atalanta: Premiere mit Brisanz
Glaubst du, es gibt einfachere Lose? Für den FC Bayern sicher nicht. Atalanta Bergamo ist kein gewöhnlicher Gegner. Die Bergamaschi haben im Playoff-Rückspiel gegen Borussia Dortmund eine spektakuläre Aufholjagd hingelegt, drei Platzverweise kassiert und dennoch 4:1 gewonnen. Ein Elfmetertor von Lazar Samardži? kurz vor Abpfiff besiegelte das Dortmunder Schicksal.
Bayerns Sportdirektor Christoph Freund brachte es nach der Auslosung auf den Punkt: Es sei eine interessante Aufgabe gegen eine italienische Top-Mannschaft, und man habe gesehen, wie stark Atalanta gerade zu Hause sei. Die Warnung ist also ausgesprochen.
Besonders pikant: Es ist das allererste Aufeinandertreffen der beiden Klubs in ihrer Vereinsgeschichte. Keine gemeinsame Vergangenheit, kein Drehbuch. Nur die nackten Zahlen sprechen eine klare Sprache: Bayern reist für das Hinspiel nach Bergamo und empfängt Atalanta im Rückspiel in der Allianz Arena. Die Heimstärke der Münchner ist dabei ein nicht zu unterschätzender Trumpf.
Atalanta-Trainer Raffaele Palladino führt aktuell ein Team, das in der Serie A seit neun Spielen ungeschlagen ist, trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Charles De Ketelaere und Giacomo Raspadori. Angreifer Nikola Krstovi? und Gianluca Scamacca sorgen vorne für Gefahr, in der Abwehr laufen mit Sead Kolašinac und Odilon Kossounou zwei einstige Bundesliga-Profis auf. Das Duell hat also durchaus einen deutschen Unterton.
Das ewige Duell: Real Madrid gegen Manchester City
Wenn Real Madrid und Manchester City aufeinandertreffen, dann ist das keine Partie mehr, das ist ein Ereignis. Zum fünften Mal in Folge begegnen sich diese beiden Giganten in der K.-o.-Phase der Champions League. Fünf Mal. Das ist kein Zufall, das ist Schicksal.
Wie die Sportschau berichtet, ist besonders das Comeback der Madrilenen aus dem Jahr 2022 in den Köpfen geblieben: Ein 3:4 im Hinspiel, dann die Drehung im Rückspiel in der Nachspielzeit, Verlängerung und schließlich ein Karim-Benzema-Tor als Seriensieger. Real Madrid und K.-o.-Spiele, das ist wie Wasser und Überleben, das eine bedingt das andere.
Für das Achtelfinale gilt: Real spielt das Rückspiel daheim im Santiago Bernabéu, da die Königlichen die Ligaphase als Neunter abgeschlossen hatten und somit zunächst auswärts antreten müssen. Manchester City hingegen ist als Achter der Ligaphase gesetzt und empfängt im Rückspiel. Es wird ein Spektakel.
Leverkusen gegen Arsenal: Titelkandidaten unter sich
Auf dem blauen Turnierpfad wartet auf Bayer 04 Leverkusen eine mindestens genauso schwere Aufgabe. Der FC Arsenal beendete die Ligaphase als Spitzenreiter, ohne einen einzigen Punktverlust, und führt gleichzeitig die Premier League an. Das ist kein Gegner, das ist eine Prüfung.
Bayer-Sportchef Simon Rolfes nannte Arsenal „vielleicht den Top-Favoriten auf den Titel“. Interessant ist dabei: Mit Kai Havertz und Piero Hincapie stehen zwei ehemalige Leverkusener Spieler im Arsenal-Kader. Das wird emotional.
Leverkusen genießt im Hinspiel Heimrecht, muss dann für das Rückspiel nach London reisen. Ein Vorteil, den die Werkself zu nutzen wissen sollte. Und sollte Leverkusen weiterkommen, würde im Viertelfinale der Sieger des Duells Bodø/Glimt gegen Sporting warten. Ein machbares Szenario, verglichen mit dem, was auf der silbernen Seite wartet.
Was das bedeutet: Bayern auf dem schwereren Weg
Ein direkter Vergleich der beiden Turnierpfade zeigt: Die Bayern haben die deutlich härtere Seite des Brackets erwischt. Wer sich gegen Atalanta durchsetzt, trifft im Viertelfinale entweder auf Real Madrid oder Manchester City. Das ist kein Wunschprogramm, das ist eine Bewährungsprobe auf höchstem Niveau.
Leverkusen hingegen könnte bei einem Weiterkommen auf Bodø/Glimt oder Sporting treffen. Achtung: Bodø/Glimt ist kein Gegner zum Unterschätzen, der norwegische Klub hat im Playoff-Rückspiel Inter Mailand sensationell 3:1 besiegt. Aber trotzdem: Die Chancen auf das Halbfinale sind auf dem blauen Pfad realistischer einzuschätzen.
PSG gegen Chelsea und Galatasaray gegen Liverpool
Auch die weiteren Paarungen auf dem silbernen Pfad haben es in sich. Paris Saint-Germain, der amtierende Titelverteidiger der Champions League, trifft auf den FC Chelsea. Laut Kicker ist das eine Neuauflage des Klub-WM-Finals von 2025, das Chelsea damals 3:0 gewann. PSG wird also auf Revanche sinnen.
Galatasaray gegen Liverpool ist ein weiteres hochspannendes Duell. Im Trikot der Türken laufen die deutschen Nationalspieler Leroy Sané und Ilkay Gündogan auf. Für beide wird es eine Rückkehr auf die Insel, wenn auch nicht zu ihren alten Klubs Manchester City oder Manchester City und Dortmund. Liverpool mit Florian Wirtz ist als Dritter der Ligaphase klarer Favorit, aber unterschätz Galatasaray nie in der Königsklasse.
Der Weg nach Budapest: Was noch kommt
Nach dem Achtelfinale geht es Schlag auf Schlag. Die weiteren Termine im Überblick: Das Viertelfinale findet am 7./8. und 14./15. April 2026 statt, das Halbfinale am 28./29. April und 5./6. Mai. Das große Finale folgt dann am 30. Mai 2026 in der Puskás Aréna in Budapest, zum allerersten Mal in der Geschichte des Turniers in Ungarn.
Wer überträgt die Spiele? DAZN zeigt den Großteil der Partien live, Amazon Prime Video hat die Exklusivrechte für ein ausgewähltes Dienstagsspiel pro Runde. Sollte der FC Bayern dienstags antreten, liegt die Wahl auf der Hand.
Die Frage, die sich jetzt alle stellen: Wer schafft es bis nach Budapest? Schreibt Real Madrid ein weiteres Kapitel seiner unsterblichen Comebackgeschichten? Holen die Bayern den Henkelpott zum siebten Mal? Oder raubt Atalanta, das Überraschungsteam der letzten Jahre, erneut einem Giganten die Show?
Das Achtelfinale der Champions League 2025/26 verspricht alles, wofür dieser Wettbewerb geliebt wird: Dramatik, Leidenschaft, Unerwartetes und Momente, über die man noch Jahre später sprechen wird. Halt dich fest, denn im März geht es richtig los.
Datum: 5. März 2026 / Zuletzt aktualisiert: 5. März 2026