Uli Hoeneß im Doppelpass – Klartext zu Transfers

Uli Hoeneß ist bekannt dafür, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt. Auch beim Auftritt im Doppelpass sorgte er wieder für jede Menge Schlagzeilen.

Von Kritik an der Transferpolitik bis hin zu klaren Worten gegen Investoren aus dem Golf. Der Ehrenpräsident des FC Bayern zeigte einmal mehr, dass er auch nach seinem Rückzug nicht schweigt, wenn es wichtig wird.

Kritik an Eberls Transferpolitik

Hoeneß nahm sich vor allem die Arbeitsweise von Sportvorstand Max Eberl vor. Ihm ging es dabei weniger um die Person, sondern um den Zeitpunkt der Deals. Transfers Ende August seien teurer und mit weniger Auswahl verbunden.

Sein Appell: wichtige Verpflichtungen schon im Juni oder Juli eintüten und die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen. Eine Trennung von Eberl? Das stellte Hoeneß klar in den Bereich der Gerüchteküche.

Bayern als Gewinner des Sommers

Trotz Kritik zeigte sich Hoeneß stolz auf das, was die Bayern in diesem Sommer erreicht haben. Er sprach davon, dass der Verein zu den Gewinnern des Transferfensters gehöre.

Statt teure Einkäufe zu tätigen, habe man gezielt mit Leihgeschäften verstärkt. Ein Beispiel: der Deal um Jackson, bei dem laut Hoeneß eine günstige Klausel gezogen werden konnte.

Der Vorteil dieser Strategie. Es bleibt Budget frei, um im Winter nachlegen zu können, wenn es nötig wird.

Hier ein Video vom Doppelpass

Klare Haltung gegen Investoren aus dem Golf

Besonders deutlich wurde Hoeneß beim Thema internationale Geldgeber. Staaten wie Saudi-Arabien oder Katar würden den Fußball wie ein Brettspiel behandeln, meinte er. Mit Sport im eigentlichen Sinn habe das nichts mehr zu tun.

Für ihn sei es entscheidend, dass der FC Bayern seinen Werten treu bleibe und auch einmal klar Nein sage. Diese Abgrenzung soll verhindern, dass der Verein in Abhängigkeiten gerät, die nicht zum Selbstverständnis passen.

Verteidigung seiner eigenen Rolle

Immer wieder wird Hoeneß vorgeworfen, dass er nicht loslassen könne. Doch diese Kritik ließ er im Doppelpass nicht stehen.

Er betonte, er sei ein gewählter Aufsichtsrat und greife nur dann ein, wenn etwas aus dem Ruder laufe.

Ansonsten könne er auch mal Tage verbringen, ohne an den FC Bayern zu denken, auch wenn ihm das nicht jeder glaubt.

Weitere Aussagen im Überblick

Natürlich hatte Hoeneß noch mehr Themen im Gepäck. Zum DFB sagte er, er vertraue weiter auf Bundestrainer Julian Nagelsmann, mahnte aber, man solle nicht vorschnell über Titel reden.

Über Trainer Vincent Kompany äußerte er sich positiv und sprach von einer guten Zusammenarbeit mit Christoph Freund und Max Eberl. Auch lobte er Kompanys Bereitschaft, jungen Spielern Einsatzzeiten zu geben.

Und schließlich zeigte er sich überrascht über die schnelle Entlassung von Erik ten Hag nach nur zwei Spieltagen. Ein Beispiel dafür, wie unbarmherzig das Geschäft inzwischen geworden ist.

Datum: 7. September 2025 / Zuletzt aktualisiert: 7. September 2025