Torschuss

Ziel des Fußballspiels ist es, den Spielball mit einem Torschuss in das Tor zu befördern. Der Torschuss muss dabei nicht unbedingt mit dem Fuß erfolgen, sondern kann auch mit jedem anderen Körperteil geschehen, mit Ausnahme der Hand und den Unterarmen.

Entscheidend ist, dass der Ball mit seinem ganzen Durchmesser die Torlinie überschritten hat.

Da es beim Fußball anders als zum Beispiel im Eishockey noch keinen Videobeweis für den Torschuss gibt, wird ein Treffer nur dann gewertet, wenn der Schiedsrichter auch auf Tor entscheidet.

Dazu hat er als Assistenten seine Linienrichter, die auf oder in der Nähe der Torauslinie postiert sein sollten, um die Flugbahn des Balles zu beobachten. Immer wieder kommt es aber auch zu strittigen Entscheidungen.

Etwa dann, wenn der Treffer aus einer Ansammlung von mehreren Spielern heraus erzielt wird. Am einfachsten ist die Entscheidung, wenn der Ball im Netz des Tores einschlägt. Aber wie ist zu verfahren, wenn der Torwart gerade noch oder vielleicht schon zu spät an den Ball kommt und ihn dann wieder aus dem Gehäuse befördert.

Einer der umstrittensten Torschüsse war der Lattentreffer im Weltmeisterschaftshalbfinale 1966 in London beim Spiel Deutschland gegen England. Der Ball traf die Latte und prallte von dort auf die Torlinie und wurde wieder aus dem Tor geschleudert.

Bis heute spricht man bei ähnlichen Situationen vom sogenannten Wembleytor. Freilich haben sich die Gegebenheiten geändert. Die früher eckigen Holztorpfosten sind runden Exemplaren aus Aluminium gewichen.

In den seltensten Fällen kommt ein Spieler unbedrängt zum Torschuss. Am klarsten ist die Situation beim Elfmeter. Torwart und Schütze stehen sich gegenüber. Jetzt kommt es darauf an, dass der Torwart anhand des Anlaufs und der Bewegung des Schützen erahnt, an welcher Stelle des Tores der Ball einschlagen wird. Nur dann hat er die Möglichkeit, den Schuss zu halten.